Fanfarenzug - BSV Schüttorf

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Fanfarenzug

Der Fanfarenzug des Bürgerschützenvereins von 1930 Schüttorf e.V.
Der Fanfarenzug des BSV gehört seit 1965 dem Bürgerschützenverein an. Gegründet wurde er auf die Initiative einiger musikbegeisterter Bürger,  die in der 1. Versammlung im November 1957 in der Gaststätte Steggewentze, Schüttorf statt fand. Im darauf folgenden Monat Dezember konnte schon der erste Übungsabend im Waldschlößchen, Schüttorf abgehalten werden. Die Funktion des Übungsleiters übernahmen zunächst  Gerhard Leerkamp und Alfred Kiewitt. Das auf die Dauer ein gelernter Übungsleiter erforderlich war, wurde schnell erkannt. Mann verpflichtete Willi Wulff aus Nordhorn, der es fertig brachte, durch intensives Üben schon am 1.Mai 1958 in Salzbergen bei einem Reitturnier öffentlich mit uns aufzutreten. Einen Monat später, im Juni 1958, war dann der 1. große Auftritt des Fanfarenzuges beim Bürgerschützenfest in Schüttorf. Er wurde bei allen Auftritten stürmisch gefeiert und gab eine gute Visitenkarte ab.
Ab 1960 übernahm dann der neue Übungsleiter Günther Mittelstädt seine Tätigkeit auf. Mit ihm gelang es dem Fanfarenzug schnell neue Märsche hinzuzulernen. Es wurden nach und nach immer bessere und verschiedenartigere Instrumente gekauft. Durch die Umstellung von Langfanfaren auf Ventilfanfaren im Jahre 1966 war es dem Fanfarenzug nun möglich, die Wahl der Musikstücke enorm zu vergrößern. Trotz bemerkenswerter musikalischer Erfolge stagnierte er zu Beginn der 60er Jahre in personeller Hinsicht. Um eine Lösung zu finden, schloß sich der Fanfarenzug 1965 dem Bürgerschützenverein an. Der Nachwuchs kam und somit konnte 1968 auch ein Jugendfanfarenzug gegründet werden. In den 80er Jahren verfügte der Fanfarenzug über 48 Spieler, der Jugendfanfarenzug über 52 Spieler.
Chronik
1957: Entstehung des Fanfarenzuges
Wie so häufig bei Vereinen, ist auch die Entstehung des Fanfarenzuges auf die Initiative einiger musikbegeisterter Bürger zurückzuführen. Beim Fanfarenzug han­delt es sich dabei um Alfred  Kiewit, Gerhard Leerkamp und Gerd Woorthuis. Diese drei, die man schlechthin als die Väter des Fanfarenzuges bezeichnen kann, beschlossen im Herbst 1957, in Schüttorf einen Fanfarenzug zu gründen. Da diese drei alleine jedoch nur einen sehr spärlichen Musikzug abgeben würden, bemühten sie sich, insbesondere in Bekanntenkreisen sowie bei Arbeitskollegen Interesse für ihre Idee zu wecken. Das Ergebnis dieser Bemühungen war die erste Versammlung dieser neuen Gruppe, die im November 1957 bei Steggewentze in Schüttorf stattfand. An dieser Gründungs­versammlung nahmen teil:

 Martin Dove
 Christian Eesmann
 Alfred Kiewit
 Gerhard Leerkamp
 Heinz Niehaus
 Gustav Schröder
 Erich Verwold und
 Gerd Woorthuis

Auf dieser Versammlung wurde beschlossen, sich mit der Schützengilde Nordhorn, welcher in früheren Jahren ein Fanfarenzug angehörte, in Verbindung zu setzen, um sich deren Erkenntnisse und Erfahrungen zunutze zu machen. Auch die erste Ausstattung der Instrumente 5 Langfanfaren und 3 Landsknechtstrommeln wurden von diesem Verein erworben. Als nunmehr auch die Instrumente vorhanden waren, konnte im Dezember 1957 auf dem Waldschlößchen der erste Übungsabend stattfinden. Die Funktion eines Übungsleiters übernahmen zunächst   einmal Gerhard Leerkamp und Alfred Kiewitt, die bereits eine gewisse Erfahrung im Fanfarenspiel besaßen. Daß jedoch auf die Dauer ein gelernter Übungsleiter unbedingt erforderlich war, wurde sehr schnell erkannt. So ist es dann auch gelungen, Willi Wulf aus Nordhorn für die Tätigkeit des Übungsleiters zu gewinnen. Dieser hatte bereits   mehrere Fanfarenzüge geleitet, u. a. den der Schützengilde Nordhorn.
Mit ihm wurde nun das Repertoire an Märschen erweitert. Nachdem sich die musikalischen Künste bisher lediglich auf Teile des Fehrberliner Reitermarsches und Teile der Kreuzritterfanfare beschränkten, wurden nun in relativ kurzer Zeit drei Märsche hinzugelernt. Darüber hinaus schlossen sich in dieser Zeit   weitere Interessenten dem Fanfarenzug an. Nach intensivem Üben in den ersten Monaten des Jahres 1958 wurden die ersten fünf Märsche Berliner Fahnenmarsch, Fanfarenmarsch, Ferberliner Reitermarsch, Kreuzritterfanfare, Hörnermarsch so gut beherrscht, daß bereits am 1. Mai 1958 bei einem Reitturnier in Salzbergen der erste Auftritt des Fanfarenzuges Schüttorf stattfinden konnte. Der erste Auftritt in Schüttorf fand im Juni 1958 auf dem Schützenfest des Bürgerschützenvereins statt. Der damalige Bericht der Grafschafter Nachrichten ist nachstehend original abgedruckt:

„Der Fanfarenzug Schüttorf stellt sich vor!
Schüttorf ist um eine musizierende Gemeinschaft reicher geworden. Beim Schützenfest der Bürgerschützen stellte sich der Fanfarenzug Schüttorf der Bürgerschaft vor. Und wir müssen sagen, daß sein Debüt recht eindrucksvoll und vielverheißend war. Der Fanfarenzug wurde im November vergangenen Jahres gegründet, im Januar begann er unter der Leitung von Willi Wulf, Nordhorn, mit den Proben. Der Zug besteht aus 13 Fanfaren und drei Landsknechtstrommeln. Ihre Spieler haben die Instrumente wirklich nicht rosten lassen. In wenigen Monaten nur haben die Bläser und Trommler ein beachtliches Können erworben und sich ein erstaunlich großes Repertoire an publikumswirksamen Märschen zugelegt. Auch das bei einem Fan­farenzug nun einmal übliche „Spiel für die Augen", das Drum und Dran exakter Kunstgriffe, wird schon erstaunlich gut beherrscht. Die schmucken Uniformen tun ein übriges, den guten Gesamteindruck, den der Fanfarenzug bei seiner ersten ersten Vorstellung hinterließ, zu verstärken. Im Festzug der Bürgerschützen war der Fanfarenzug mit von der „Parade", und er gab eine gute Visitenkarte ab. Spielte er auf dem Festplatz auf, war er immer von Zuschauer und Zuhörerreihen dicht umringt. Wir wünschen dem jüngsten Schüttorfer musizierenden Korps Glück auf zu weiteren Taten!" Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die einzelnen Spieler des Fanfarenzuges alle Anschaffungskosten (insbesondere Uniformen und Instrumente) selbst aufzubringen hatten. Daß das monatliche Einkommen zu dieser Zeit mit den heutigen Verdienst­möglichkeiten nicht zu vergleichen ist, braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden. Es soll lediglich verdeutlichen, mit welchem Idealismus die bereits erwähnten Spieler zu Werke gingen. Trotz allem Idealismus und der Bereitschaft, finanzielle Opfer zu bringen, war es auf die Dauer natürlich erforderlich, daß die Auftritte des Fanfarenzuges honoriert wurden. Der erste „professionelle" Auftritt war dann 1959 auf einem Betriebsfest der Firma Stemmann in Schüttorf. Die Spieler erhielten als Honorar eine Verzehr­karte für den Abend. Darüber hinaus leistete der Firmenchef Karl Stemmann einen Beitrag für die Anschaffung von Kesselpauken. In diesem Jahr 1959 stellte der Fanfarenzug seine bereits zu diesem Zeitpunkt erstaunliche Vielseitigkeit unter Beweis: Eine Abordnung wirkte während der Spielzeit 1959 an jedem Mittwoch auf der Freilichtbühne in Bentheim mit. Als Landsknechte verkleidet sorgten sie für die musikalische Umrahmung in „Wallensteins Lager". Trotz dieser bemerkenswerten musikalischen Erfolge stagnierte der Fanfarenzug zu Beginn der 60er Jahre in personeller Hinsicht. Ein Problem übrigens, mit dem in dieser Zeit Musikzüge allgemein zu kämpfen hatten. Zur Lösung dieses Problems entschloß sich der Fanfarenzug zu folgenden zwei Maßnahmen:

1. Im Jahre 1965 schloß sich der Fanfarenzug dem Bürgerschützenverein Schüttorf an. Ziel dieses Schrittes war, innerhalb der großen Institution Schützenverein wirksamer um Nachwuchs zu werben. Rückblickend kann gesagt werden, daß diese Maßnahme ein voller Erfolg war und die soeben beklagte personelle Stagnation damit beendet werden konnte. Trotz der Zugehörigkeit zum Bürgerschützenverein Schüttorf konnte der Fanfarenzug bis zum heutigen Tage ein hohes Maß an Eigenständigkeit bewahren.

2. Darüber hinaus hat der Fanfarenzug durch die Gründung eines Jugendzuges im Jahre 1968 dafür gesorgt, daß die Existenz des Fanfarenzuges auch auf lange Sicht gesichert sein dürfte. Auf den Jugendzug wird an anderer Stelle in diesem Heft noch gesondert eingegangen. Die bereits geschilderte extrem hohe Nachfrage nach Auftritten des Fanfarenzuges sorgte auch in den letzten Jahren
dafür, daß es im Sommer nur selten ein Wochen­ende gab, an dem der Fanfarenzug „dienstfrei" hatte. Wenn man in diese Überlegungen mit einfließen läßt, daß während des ganzen Jahres wöchentlich einmal, mitunter gar zweimal geübt wird, und die einzelnen Spieler für ihre Auftritte keine „Gage" erhalten, läßt sich leicht ermessen, welcher Idealismus im Fanfarenzug herrscht.
Geht man davon aus, daß auch weiterhin der Idealismus herrscht, der bisher den   Fanfarenzug ausgezeichnet hat, so werden auch in Zukunft die Erfolge nicht ausbleiben.
Bilder 1958:
Die Grafschafter Nachrichten schrieben seinerzeit:
„Fanfarenzug Schüttorf feiert größten Erfolg Bei Wettstreit in Königswinter zwei erste Plätze Der Fanfarenzug der Bürgerschützen Schüttorf feierte am Wochenende seinen bisher größten Erfolg. Der Zug, der in diesem Jahre seinen 15. Geburtstag feiert, nahm an einem internationalen Spielmannszugtreffen in Königswinter teil und belegte dort in der Sonderklasse und bei einem Festumzug jeweils den ersten Platz. Damit hat sich der Fanfarenzug, der schon in den Niederlanden und bei lokalen Ereignissen große Erfolge feierte, auch international profiliert. Insgesamt 39 Fanfarenzüge, Drumbands und Tambourchors nahmen an der internationalen Veranstaltung teil. In der Klasse „S", in der mit allen Raffinessen und Tricks gespielt werden darf, stellten die Schüttorfer, die erstmals an einem solchen Wettkampf teilnahmen, alle anderen Züge in den Schatten. Sie begeisterten mit ausgefeilter Technik und hervorragender Stückwahl.
Auch beim Festumzug auf der Rheinpromenade ließen die Grafschafter die anderen Spielleute in der Bewertung hinter sich. Weltbekannte Züge, unter anderem aus Essen, Köln, Düsseldorf und Bonn, hatten keine Chance gegen die Schüttorfer, die alle möglichen 15 Punkte erreichten. Mit dieser Leistung gewann der Fanfarenzug der Bürgerschützen erstmals den Bürgermeisterpokal der Stadt Königswinter, den sie im nächsten Jahr verteidigen wollen." Einige Vertreter des ebenfalls an dem Wettstreit teilnehmenden Fanfarencorps Rot-Weiß Bonn waren von den Schüttorfern so beeindruckt, daß sie den Fanfarenzug Schüttorf auf der Stelle für das im nächsten Jahr stattfindende 500-jährige Jubiläum des Schützenvereins St. Hubertus Bonn verpflichteten. Ähnlich wie beim Besuch in Königswinter wurde auch in Bonn das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden, indem auch die besseren Hälften der Spieler mitgefahren sind, so daß auch diese Fahrt den Charakter eines Betriebsausfluges hatte. Am 8. und 9. Mai war der Fanfarenzug dann selber Ausrichter eines Musikwett­streites. 2.000 Besucher erfreuten sich an dem klingenden Spiel der 18 Musikzüge. Die höchste Punktzahl des Tages erreichte seinerzeit das Fanfarencorps S & D Rheine.

1962: Karneval
Wie in der Regel bei allen Musikzügen, so fanden auch beim Fanfarenzug die mit Abstand meisten Auftritte stets im Sommer statt. Bevorzugt waren seit jeher Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen. Um nun im Winter ein kleines Gegengewicht zu bilden, spielt der Fanfarenzug Schüttorf seit Jahren auch auf Karnevalsumzügen. Begonnen wurde damit bereits im Jahre 1961 auf dem Karnevalsumzug in Gronau. Zu dieser Stadt verbindet den Fanfarenzug ohnehin ein besonders gutes Verhältnis, welches in den zahlreichen Auftritten zu den verschiedensten Anlässen zum Aus­druck kommt. Seit 1962 spielt der Fanfarenzug ohne Unterbrechung auf dem großen Karnevals­umzug am Sonntagnachmittag in Oldenzaal (Holland). Seit jeher wird dieser Umzug von einer großen Menschenmenge an den Straßenrändern Oldenzaals bestaunt. Um den Zuschauern einen möglichst karnevalsgerechten Anblick zu bieten, hatten sich die Spieler bei dem Umzug 1968 nach eigener Phantasie kostümiert. Seit 1971 spielt der Fanfarenzug noch bei zwei weiteren Umzügen mit und zwar am Samstagnachmittag in Denekamp (Holland) und am Montagnachmittag in Münster. Gerade der Umzug in Münster stellt mit seinen für Grafschafter Verhält­nisse ungewöhnlichen Dimensionen immer wieder ein besonderes Ereignis dar. Daß der Fanfarenzug in Münster seit einigen Jahren die Startnummer 1 trägt, kann durchaus als Beweis dafür gewertet werden, daß man in Münster mit den gezeigten Leistungen zufrieden ist. Der Fanfarenzug war stets bemüht, auf den Karnevalsumzügen möglichst voll­zählig anzutreten.
Hierzu folgendes Beispiel:
Am Karnevalssonntag 1968 versperrten derartig hohe Schneeverwehungen die Stra­ßen, daß die drei Ohner Spieler Günter und Werner Schrapp sowie Johann Jeurink keine Möglichkeit sahen, nach Schüttorf zu kommen. Auf einen telefonischen Hilfe­ruf hin wurden diese drei dann von der Freiwilligen Feuerwehr Schüttorf abgeholt. Überhaupt unterhält der Fanfarenzug zu Ohne immer ein besonders gutes Verhältnis, welches wohl in erster Linie auf die langjährige Mitwirkung von vier Ohner Spielern zurückzuführen ist. Zu den drei bereits genannten gesellte sich vor Jahren mit Johann Spering noch ein vierter Ohner.
Bild 1967
1967: Jugendfanfarenzug
Im Winter 1967/68 erkundigten sich die vier Schüler Werner und Horst Rüggen, Klaus-Otto Schilling und Friedhelm Kersken beim Übungsleiter Günter Mittelstadt, ob es nicht auch für sie eine Möglichkeit gäbe, im Fanfarenzug mitzuwirken. Da es nicht ganz unproblematisch war, diese Jungen direkt in den Fanfarenzug zu integrieren, wurde nach Wegen gesucht, einen gesonderten Jugendzug aufzustellen. Diese Idee hatte sich in Schüttorf sehr schnell herumgesprochen. Nach vier Wochen hatten sich 35 (!) Jungen (die meisten im Alter von 12 bis 15 Jahren) beim Fanfarenzug angemeldet. Da die alten Instrumente des Fanfarenzuges noch vorhanden waren, konnten diese den Jungen sofort zum Üben zur Verfügung gestellt werden. Und die Jungen sorgten dafür, daß die Instrumente nicht rosteten. Mit großem Eifer und erstaunlicher Ausdauer gingen die jungen Spieler daran, das Fanfarenhandwerk zu erlernen. Bei dieser Gelegenheit sollte noch einmal Günter Mittelstadt besonders hervorgehoben werden, der mit unglaublicher Geduld dafür gesorgt hat, daß der Jugendfanfarenzug bereits zum Bürgerschützenfest 1968 erstmals öffentlich auftreten konnte.
Das Bild zeigt den Jugendfanfarenzug bei einem seiner ersten Auftritte. Den Farben des Seniorenzuges (schwarz-weiß) angepasst, boten sie der Öffentlichkeit ein imposantes Bild.
Dank intensiven Übens blieb dann auch der Erfolg nicht aus. Mit erreichen einer bestimmten Altersgrenze konnten die Jugendlichen auf eigenen Wunsch in den Seniorenzug eintreten. Zur Zeit gehören dem Seniorenzug 14 Spieler an, die einst aus dem Jugendzug hervorgegangen sind. Einmal wegen dieser Eingliederung, aber auch wegen verschiedener anderer Gründe herrscht im Jugendzug eine
große Fluktuation. Daß trotz vieler Abgänge auch heute noch 37 Jungen dem Jungfanfarenzug angehören, ist das Ergebnis gezielter Werbung. Zum Beispiel veranstaltete der Fanfarenzug am 15. Dezember 1973 einen Werbenachmittag in der Gaststätte Venhaus. U. a. bekamen alle Jungen einen Preis, die es fertig brachten, der Fanfare einige Töne zu entlocken. An diesem Nachmittag bekundeten 30 Jungen Interesse für die Ausbildung im Jugendfanfarenzug und wollten sich zur nächsten Übungsstunde einfinden.
Bild 1972
1977: Passive Mitglieder des Fanfarenzuges
Im jähr 1977 kamen die ersten Anfragen über eine passive Mitarbeit im Fanfarenzug. Hier handelte es sich zum einen um ehemalige Spieler, als auch um sonstige Interessenten aus Schüttorf und Umgebung. Die ersten passiven Mitglieder waren Gerd Woorthuis, Alfred Kiewit, Erich Verwold, sowie Hr. Mensink aus Denekamp, Niederlande. Bis heute zählt der Fanfarenzug insgesamt 185 Personen zu seinen passiven Mitgliedern. Ein Dank gilt allen Passiven, die uns finanziell oder durch Ihren Arbeitseinsatz bei Veranstaltungen unterstützen. Haben Sie auch Interesse an einer Mitgliedschaft im Fanfarenzug im BSV Schüttorf, dann füllen Sie einfach unten stehenden Abschnitt aus. Sie werden dann automatisch zu allen Großveranstaltungen des Fanfarenzuges eingeladen.

1978: Musikkassetten des Fanfarenzuges
Im Jahr 1978 entschloss man sich, eine Kassette mit den Musikstücken des Fanfarenzuges aufzunehmen. Dies wurde in einem Studio in den Niederlanden verwirklicht. Der Erlös der Kassettenverkäufe diente u.a. auch zur Finanzierung der ersten Amerikafahrt.
Inhalt Kassette 1:Seite I:
BSV-Vereinslied • La-Paloma - Die weiße Tau­be • Aloa-6e • Bier auf Hawaii • Mohikana • An der Elbe • Fuhrmannslied • Mit Sang und Klang Seite 2: Trompeten-Echo • Die schöne Bürgenländerin • Kivers of Babylon • Capri-Fischer • Hamburger Veermaster •  Echo der Liebe

1978: I.   Steubenparade in New York
1978 wurde dann die bislang größte Reise des Fanfarenzuges angetreten. Hauptgrund der Fahrt war das Mitwirken bei der Steubenparade in New York. Man verband diese Fahrt mit einem 10-tägigen Aufenthalt in den USA. Während dieses „ Urlaubs" wurden auch einige Konzerte gegeben, unter anderem auf den Stufen des Capitols, bei einigen Volksfesten von deutschstämmigen Amerikanern und auch im Rathaus von Manhatten. In den nächsten Jahren mußte dann sehr viel Freizeit für die vielen Auftritte geopfert werden, um u. a. die sehr hohen Ausgaben für die Amerikafahrt wieder einzuspielen. Ein besonderer Dank gilt auch Günter Voigt, der im Jahr 1981 das Amt des Übungsleiters übernahm. Er trug maßgeblich dazu bei, daß der Fanfa­renzug sein Repertoire auf die heutige Breite ausweiten konnte. Außerdem hat er sehr viele Musikstücke speziell auf die Instrumentenbesetzung des Fanfarenzuges umgeschrieben.
1985: Oktoberfest
Im Jahr 1985 wurde das erste Oktoberfest auf dem Festplatz bei der Gaststätte Venhaus in Samern gefeiert. Die Veranstalter, der Fanfarenzug Schüttorf und der Festwirt Eylering, hatten sich sehr große Mühe mit der Gestaltung des Festzeltes gemacht. Auch wurde speziell für dieses Fest auf bayerische Gastronomie umgestellt. Es gab Weißwurst und Leberkäse vom Grill, und selbstverständlich kam aus den Zapfhähnen nur original Löwenbräu-Bier. Das Festprogramm erstreck­te sich über 3 Tage und wurde am Freitag mit einem Jugendabend eingeleitet. Am darauf folgenden Samstag gab es zunächst einen sehr gut besuchten Altennachmittag. An der musikalischen Gestaltung waren auch einige Gastvereine beteiligt. Die Spieler dieser Musikzüge wurden bei den Mitgliedern des Fanfarenzuges Schüttorf privat untergebracht. Abends wurde dann ein großer volks­tümlicher Abend ausgerichtet. Hier waren viele Stars der Volksmusik, wie z. B. die Maintaler Musikanten, Pat und Paul und auch Manni Daum für die Unterhal­tung des sehr gut besuchten Zeltes verantwortlich. Am Sonntag wurde ein großer Stemmarsch mit anschließendem Festkonzert durchgeführt. Hier waren viele befreundete Spielmanns- und Fanfarenzüge aus nah und fern mit von der Partie.

1987: Weibliche Spieler im Fanfarenzug
Nach 30 Jahren Männerwirtschaft wurden 1987 die ersten Mädchen in den Fanfarenzug aufgenommen. Der Anteil an weiblichen Spielern im Jugendfanfarenzug lag derzeit bei ca. 60%. Obwohl der Übergang zum Seniorenzug im Alter von 16-18 Jahren vonstatten geht und die jungen Frauen oftmals andere Interessen haben, sind momentan fünf weibliche Spieler im Seniorenzug aktiv. Auch im Vorstand und im Festausschuss haben sich einige der jungen Damen bisher sehr gut behauptet.

1989: II.   Steubenparade in New York
Im Jahr 1989 ging es dann zum zweiten Mal über den großen Teich zur Steubenparade nach New York. Wie auch schon bei der ersten Fahrt, wurde rund um die Parade ein 10-tägiger Aufenthalt mit sehr vielen Auftritten geplant. Man besuchte die Städte New York, Washington, Atlantic City und Philadelphia. Der Fanfarenzug nahm an den beiden großen Paraden in New York und Philadelphia teil und spielte u.a. auch wieder auf den Stufen des Capitols. Die folgenden Fo­tos zeigen den Fanfarenzug bei der Steubenparade in New York und beim Capitol in Washington. Für alle Spieler, egal ob sie bereits bei der ersten Fahrt dabei waren, oder ob sie zum erstenmal in den Vereinigten Staaten waren, war die Reise ein unvergleichbares Erlebnis.

1990: Mitbegründer schied aus  
Im jähr 1990 schied der Mitbegründer und langjährige Tambourmajor Gerd Leerkamp aus dem aktiven Vereinsleben aus. Sein Amt übernahm der bis dahin als 2. Tambourmajor tätige Heinz-Arno Kersken. Gerd Leerkamp ist allerdings bis heute dem Fanfarenzug treu geblieben und ist sehr oft an der Organisation und Durchführung von Vereinsfesten beteiligt. m selben Jahr beendeten auch die Spieler Günther Voigt, Richard Wanning und Heinz Kruse ihre aktive Tätigkeit. Auch diese Spieler waren viele jähre im Vor­stand des Fanfarenzuges tätig und sehr stark am Aufbau des Zuges beteiligt. Alle diese ehemaligen Spieler sind als Ehrenmitglieder auf den Festen und Feiern des Fanfarenzuges fast immer vertreten. Der Fanfarenzug hat z. Zt. ca. 40 Auftritte pro Jahr. Der Hauptanteil besteht hier in Auftritten bei vielen Volks- und Schützenfesten in der näheren Umgebung. Aber auch für viele Ständchen wie z. B. bei Geburtstagen, grünen Hochzeiten, Silberhochzeiten oder anderen Jubiläen wird der Fanfarenzug immer wieder gerne verpflichtet.
 
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